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Was die Produktion in Ostwestfalen-Lippe so wertvoll macht.

Bad Salzuflen. (bre) Ließe sich jetzt schon ein Reizwort des Jahres 2022 küren, wäre wahrscheinlich das Wort „Lieferengpass“ ganz vorn mit dabei. Egal ob nun Rohstoffe jeglicher Couleur, Lebensmittel oder Materialien diverser Branchen – alles ist knapp und die Lieferzeiten für einige Waren verzögern sich bis auf Monate hinaus. Erst die Pandemie – dann der Krieg in der Ukraine – die Umstände unter denen Betriebe produzieren und Liefervorhersagen treffen müssen, waren schon lange nicht mehr so wenig planbar wie in der jetzigen Zeit.

Monatelange Lieferfristen

Rund 77 Prozent von befragten mittelständischen Unternehmen in Deutschland, gaben im April in einer Umfrage der DZ Bank an, dass sie zum Zeitpunkt der Erhebung Lieferengpässe zu beklagen hätten. Dabei waren Mittelständler am häufigsten betroffen. Hier waren es sogar 88 Prozent.

Wer sich zurzeit ein neues Fahrrad oder eine Spielkonsole anschaffen möchte, sollte einen langen Geduldsfaden haben. Bei diesen Produkten müssen sich Kunden teilweise auf mehrwöchige oder sogar monatelange Lieferzeiten einstellen.

Zurückzuführen lassen sich diese Probleme unter anderem auf Fabrikschließungen in Asien oder die reduzierte Frachtkapazität in der Schifffahrt. Die Verknappung von Rohstoffen und Vorprodukten führt zu Lieferverzögerungen von Endprodukten. Globalisierung als Segen und Fluch?

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Erschwerte Rahmenbedingungen

Die Produktion im Ausland hat sich jahrelang als perfekte Alternativlösung für viele Unternehmen angeboten. Erschwerte Rahmenbedingungen in Deutschland und mangelnde Fachkräfte versus reduzierte Kostenbelastung und ausreichend Personal sind die treibenden Argumente für die Unternehmen, sich auf die Fertigung im Ausland zu konzentrieren. Um wettbewerbsfähig zu sein und sich im Vergleich mit anderen Unternehmen wirtschaftlich nicht zu verschlechtern, verlor der Industriestandort Deutschland in den vergangenen Jahren einiges an Attraktivität. Warum also sollte sich ein Betrieb entgegen dem Trend, für die Produktion im Inland entscheiden?

Die Wurzeln in Ostwestfalen-Lippe

Dr. Brian Corley, Betriebsleiter bei POS TUNING, hat darauf eine Antwort: „POS TUNING hat seine Wurzeln hier in Ostwestfalen-Lippe. Wir haben in der Region nicht nur viele gut ausgebildete Fachkräfte, sondern auch die benötigten Kapazitäten um uns am Markt zu behaupten. Der Industriestandort Lippe ist überaus attraktiv, denn die Vielfalt der Unternehmenslandschaft ist auch gleichzeitig der Motor für Innovationen.“

Mit dem Entschluss, die mittlerweile über 2600 verschiedenen Artikel ausschließlich vor Ort in Lippe zu produzieren, macht sich POS TUNING größtenteils unabhängig vom Ausland. Produkte können nach wie vor fristgerecht bei den Kunden angeliefert werden. Der hohe Qualitätsanspruch steht somit nicht im Widerspruch mit den Produktionsbedingungen. „Wir bleiben, trotz der derzeit schwierigen Umstände, ein zuverlässiger Lieferant für unsere Kunden. Das ist in der jetzigen Wirtschaftskrise eine echte Herausforderung, aber wir versprechen auch immer nur das, was wir auch halten können“, erklärt Brian Corley.

Standardartikel seien im Regelfall ab Lager sofort lieferbar. Bei kundenspezifischen Produkten könne die Lieferung 6 bis 8 Wochen dauern. Es gäbe aber auch Rahmenlieferverträge mit Großkunden, die über mehrere Jahre laufen könnten.

Brian Corley POS TUNING

Zukunftsorientiert denken und handeln!

Auch POS TUNING müsse sich mit den Themen der Rohstoffversorgung und Materialknappheit auseinandersetzen. Stark gestiegene Preise im Kunststoffbereich und beim Öl- und Erdgas träfen auch POS TUNING. Auch der Fachkräftemangel, vor allem im technischen Bereich, werde immer gravierender. Was macht das Unternehmen, um sich diesen Herausforderungen zu stellen?

„Wir bauen unser Netzwerk an geeigneten Rohstofflieferanten permanent aus und setzen dabei verstärkt auf nachwachsende, biobasierte und recycelbare Rohstoffe. Wir bilden im Unternehmen selbst aus und bieten Fach- und angelernten Mitarbeitern vielfältige interne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten.“ Zukunftsorientiert zu denken und zu handeln sei die Basis für den Erfolg des Unternehmens. Darum investiert POS TUNING auch in neue Maschinentechnik und erweitert seine Produktions- und Logistikhallen. Und das natürlich am Standort in Bad Salzuflen.