Regalpflege – Zum Haare raufen oder doch ganz leicht?

Frau steht morgens unter der Dusche und das Lieblingsshampoo ist leer. Was nun? Ausnahmsweise das Shampoo des Partners verwenden und auf dem Weg zur Arbeit noch schnell in den Supermarkt springen, um Nachschub zu holen. „Schnell“ ist das Zauberwort, denn die Zeit ist morgens knapp.

Ärgerlich, wenn dann das Shampoo nicht im Supermarktregal zu finden ist. Der Kundin ist es dabei egal, ob sie das gewünschte Produkt nicht bekommt, weil es gerade nicht nachgeräumt wurde, weil es gar nicht geliefert wurde oder, weil es vielleicht nur versteckt hinten im Regal liegt. Es ist nicht vorhanden, das bedeutet, die Entscheidung fällt entweder auf eine Alternative des Produkts oder des Supermarktes. Aus diesem Grund einen Kunden zu verlieren, ist extrem ärgerlich, sowohl für den Hersteller als auch den Händler. Vor allem, wenn es wirklich nur daran lag, dass das Produkt eigentlich vorhanden, aber nicht im Sichtbereich der Kundin war. Was nicht sichtbar ist, kann auch nicht gekauft werden. Das heißt, es finden auch keine Impulskäufe statt.

Kunden möchten eine schnelle Orientierung am Regal

Wie wichtig eine gute Regalpflege ist, ist nicht erst seit gestern bekannt. Doch in vielen Märkten trifft man immer noch unaufgeräumte Regale an. Wer hat denn Lust, vor dem Shampoo-Regal stundenlang nach der gewünschten Sorte zu suchen? Bei der Vielfalt an Produkten ist der Kunde schnell überfordert. Bei markentreuen Kunden besteht der Wunsch, das Produkt schnell zu finden und auch Wechselkäufer wollen sich schnell einen Überblick verschaffen. Natürlich sind hier auch die Markenhersteller in der Pflicht und müssen eine gute Produktverpackung gestalten. Je besser der Wiedererkennungswert und je herausstechender von anderen Produkten, desto schneller findet man auch sein gewünschtes Produkt. Aber der Handel kann sich nicht aus Verantwortung ziehen und muss für eine gute Orientierung am Regal sorgen.

Regalpflege ist viel zu aufwändig

Für den Handel bedeutet die Regalpflege viel Arbeit. Tägliches Vorziehen der Ware, manchmal sogar mehrmals täglich, fordert einen hohen Personalaufwand. Das ist dem Handel ein Dorn im Auge. Diese Zeit könnten die Mitarbeiter viel besser in wichtige Dinge, wie die Kundenberatung, investieren. Besonders in Zeiten des zunehmenden Online-Handels sollte der Vorteil des stationären POS, die persönliche Kundenbetreuung vor Ort und die sofortige Verfügbarkeit der Produkte, in den Fokus gestellt werden.

Es kann so einfach sein

Wieso machen es sich eigentlich viele so schwer? Es gibt bereits gute Lösungen auf dem Markt, die beste Abhilfe schaffen. Wie es auch einfach geht, zeigt das Beispiel des Markenherstellers Beiersdorf gemeinsam mit POS TUNING. In verschiedenen Drogeriemärkten bestand das bekannte Problem: Die Produkte waren schlecht sichtbar, da sie teilweise hinten im Regal lagen oder auf den unteren Regalböden platziert waren. Zudem war die Stabilität einiger Produkte nicht optimal, weil diese zum Teil umkippten. Mit einem speziellen Kanalsystem inklusive Warenvorschub war das Problem auf Anhieb gelöst. Die Produkte standen stabil und das Beste: Sie wurden ab sofort automatisch durch den installierten Warenvorschub nach vorne geschoben. Das freute nicht nur Beiersdorf, sondern auch die Drogeriemärkte.

Mit einem Warenvorschub steigen die Umsätze in der Kategorie

Auch das Umsatzergebnis war für alle Beteiligten überzeugend. In vier Testmärkten wurde der Umsatz von Nivea Haarpflegeprodukten schon nach vier Monaten um 23,6% zum Vergleichszeitraum gesteigert. Da ließ der Roll-out nicht lange auf sich warten. Inzwischen sind bereits 185 Drogeriemärkte im Bereich Haarpflege mit dem POS TUNING System ausgestattet.

Orientierung auch für Mitarbeiter

Auf dem Warenvorschub wurde zusätzlich eine Labelkarte mit einer Abbildung des Produkts aufgesteckt, welches an diesem Platz im Regal vorgesehen ist. Dieses Bild erscheint erst, wenn das Regal leer ist und der Vorschub den vordersten Platz im Regal erreicht hat. So weiß der Marktmitarbeiter auf Anhieb, welches Produkt gerade fehlt und sieht beim Einräumen sofort, an welche Stelle welches Shampoo gehört. Auch für den Markenhersteller kann dies Vorteile haben, denn so wird das Planogramm und die Regalordnung langfristig bestehen bleiben. Und auch für die Kundin, die ihr Shampoo im Supermarkt sucht, ist in dem Moment klar, dass es das Produkt normalerweise hier gibt, das Fach nur momentan gerade leer ist. Sicher wendet sie sich in dem Moment zunächst an das Marktpersonal und verlässt nicht enttäuscht den Markt.